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Trotz Corona nach Teneriffa? Das erwartet dich auf Teneriffa während der aktuellen Corona Pandemie

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Ihr überlegt, ob ihr trotz Corona nach Teneriffa reisen könnt? Habt vielleicht noch Bedenken oder Zweifel – dieser Beitrag bringt Licht ins Dunkle und berichtet von meinen Erfahrungen Anfang August auf Teneriffa. Was hat mich positiv überrascht? Was sind negative Aspekte  und was sind meine Tipps an euch? 

Ankunft am Flughafen Düsseldorf zu Zeiten von Corona

Dieser Artikel wird euch einen ausführlichen Bericht darüber geben, wie ich Teneriffa und die getroffenen Vorkehrungen gegen die Corona Pandemie wahrgenommen habe. Meine Reise war vom bis . Meine Berichte beziehen sich auf die gewonnenen Eindrücke aus dieser Zeit. Seit dem 14. August 2020 gelten das Spanische Festland und die Balearen nun als Risikogebiet, etwas später wurden auch die Kanarischen Inseln als Risikogebiet ernannt. Ich bin Anfang August nach Teneriffa geflogen und kann euch nur von meinen Erfahrungen berichten, bevor Teneriffa als Risikogebiet eingestuft wurde. Trotzdem sollte es euch ein gutes Bild vermitteln.

Da der Beitrag ziemlich ausführlich ist, habe ich euch kleine Unterkapitel angelegt, mit welchen ihr direkt zu den Abschnitten gelangt, die euch weiter interessieren. Angefangen mit meinen Erfahrungen bzgl. des Fluges

Mit dem Flugzeug anreisen während Corona 

Da die kanarischen Inseln ohne Flugzeug nur schwer zu erreichen sind, wir aber unbedingt dahin wollten, haben wir uns kurzerhand für einen Flug entschieden und diesen gebucht. 

Wir sind mit der Airline Condor nach Teneriffa Süd geflogen vom Flughafen Düsseldorf aus. Am Flughafen Düsseldorf waren die Parkhäuser so leer wie noch nie und auch viele Geschäfte im Flughafen selber hatten nicht geöffnet.

Vorab hatten wir online schon in den Flug eingecheckt. Wegen Corona gab es da einen Schritt mehr zu erledigen, denn man musste ein paar Fragen zur Gesundheit und vorigen Auslandsaufenthalten mit Ja und nein beantworten. Schließlich gab man sein Einverständnis (ohne das man den Flug auch hätte nicht antreten dürfen), dass man während des gesamten Fluges eine Maske tragen muss. 

Bei der Gepäckabgabe in Düsseldorf lief es teilweise ungeordnet zu, da sich nicht alle an die Abstandsregeln gehalten haben. Personal welches das besonders im Auge hatte, gab es nicht oder eben zu diesem Zeitpunkt nicht. Das fand ich persönlich sehr sehr schade, hier wirkt es teilweise so, als gilt der Virus schon als vergessen. 

Beim Boarding lief dann alles wieder viel geordneter ab und ich fühlte mich mit der Vorgehensweise schon ziemlich sicher und wohl. Es wurden Reihen aufgerufen, die in das  Flugzeug nur beim Aufruf einsteigen durften. Es hielten sich alle daran und es wurde seitens Condor auch streng kontrolliert, dass man den richtigen Sitzplatz zur aufgerufenen Reihe auf dem Ticket stehen hatte. Das ist sehr lobenswert, weil man so vermeidet, dass alle Passagiere in einem Gang stehen – und im Eifer des Gefechts den Mindestabstand vergessen. 

Im Flugzeug hielten sich dann 99% der Passagiere an die Maskenpflicht. Wenn man was trinken möchte oder essen, darf man diese natürlich auch für diesen Moment abnehmen. Es gibt leider immer mindestens ein 1%, die es nicht ernst nehmen und die Maske immer wieder abnehmen. Das ist natürlich ein großer Nachteil, aber man hat jederzeit die Möglichkeit nach der Stewardess zu klingeln und die regelt das dann schon. Im schlimmsten Fall verwehrt die Airline wohl den Rückflug, sollte man sich den Abweisungen der Crew widersetzen. 

Für den Flug haben wir einfachere Papiermasken verwendet, weil man dadurch besser atmen kann als durch die dickeren Stoffmasken. Das bleibt aber natürlich ganz euch überlassen. 

Schließlich sind wir gelandet und auch hier gab es eine gewisse Vorgehensweise, um den Kontakt zwischen den Passagieren zu vermindern. Normalerweise springen nach der Landung alle auf, greifen nach ihren Gepäck und alle gleichzeitig versuchen aus dem Flugzeug zu kommen. Nicht aber zu Corona Zeiten: schon vor der Landung mahnte der Pilot, dass es auch beim Verlassen des Flugzeuges bestimmte Regeln gibt, an die sich gehalten werden muss. Alle sollten sitzenbleiben und nur die jeweilige Reife die aufgerufen wurde, durfte aufstehen, ihr Gepäck nehmen und das Flugzeug verlassen. Es wurde mit den vorderen Reihen mit den Aussteigen begonnen und die letzten Reihen waren dann auch als letztes dran. Das Gute daran: am Gepäckband hat es sich auch kaum gestaut, weil selbst als wir kamen (Reihe 10) waren die ersten Koffer schon da und nach kurzer Zeit waren all unsere drei Koffer da und wir konnten nun zu unserem Mietwagen übergehen. So schnell hatten wir noch nie unser Gepäck beisammen.

Zusammenfassend zum Thema Fliegen

  • Teilweise etwas chaotisch am Flughafen selber und nicht überall wird kontrolliert, ob Abstände in den Schlangen etc. eingehalten werden
  • sehr viele Geschäfte an den Flughäfen haben noch zu
  • Boarding läuft geregelt ab und geht nach Reihen (hintere Reihen zuerst)
  • im Flugzeug wird Maskenpflicht kontrolliert und sehr streng von der Airline gehandhabt, allerdings gibt es immer wieder Menschen, die die Masken absetzten sobald die Stewardess außer Sichtweite ist
  • geregelter Ausstieg aus dem Flugzeug nach Reihen (vordere Reihen zuerst)

Ankunft am Flughafen Teneriffa Süd

Angekommen am Flughafen Teneriffa Süd, liefen wir unter den Augen von Sicherheitsbeauftragten des Flughafens, durch Wärmebildkameras. Da bei uns scheinbar keine Auffälligkeiten waren, wurden wir auch nicht angesprochen o.ä.. Der Flughafen war, obwohl derzeit Hochsaison ist, erstaunlich leer. Am Kofferband angekommen, waren unsere Koffer auch schon da und wir konnten direkt weiter zur Autovermietung. Berücksichtigen solltest du auch hier, dass am Flughafen nicht alle Lokale und Läden offen haben.

Mietwagen

Wir haben uns bewusst für einen Mietwagen auf Teneriffa entschieden. Gebucht haben wir unseren Mietwagen Goldcar*, einfach weil es dort am sichersten war und sie einen rundum Sorglos Paket anbieten. Als wir das Auto bekamen, war es an der Tür mit einem Aufkleber versiegelt, dass es frisch gereinigt und desinfiziert wurden ist. Auch hier fühlten wir uns also absolut sicher.

Unsere Unterkunft auf Teneriffa

Wir haben uns bewusst gegen ein Hotel auf Teneriffa entschieden, was mehrere Gründe hatte:

  • Zum einen waren die Hotels auf Teneriffa zu diesem Zeitpunkt utopisch teuer. Wir haben es mit anderen Reisezielen in Europa verglichen und die Hotelpreise sind auf Teneriffa wirklich nach oben geschnallt. Für eine Woche unter 800 Euro pro Person ohne Verpflegung und das in nicht einmal schönen Hotels, war hier wenig machbar.
  • Nicht alle Hotels haben derzeit geöffnet, weswegen es nur wenige Hotels gab, die überhaupt buchbar waren. Im Süden der Insel waren die meisten Hotels schon ausgebucht oder aber, wie schon oben erwähnt, utopisch teuer.
  • Der dritte Punkt geht auf meine schlechte Erfahrung zurück, mit Hotels in Deutschland während Corona besonders mit dem Thema Buffet. Während einer Reise nach München, habe ich in einem 5* Hotel übernachtet, welches selbstverständlich auch den entsprechenden Preis hatte und habe ein Frühstücksbuffet für rund 30 Euro pro Person dazu gebucht. Was wir dort bekommen haben, unter den Coronaschutzmaßnahmen, war eine Katastrophe. Das Buffet war so sehr eingeschränkt, dass es wohl nicht einmal 10 Euro wert gewesen wäre und trotzdem musste man den vollen Preis zahlen. Die Moral der Geschichte: ich wollte auf Teneriffa nicht ähnliche Erfahrungen mit Verpflegung machen. Im Internet gab es nicht genügend Erfahrungsberichte, wie in besagten Hotels, sich die Verpflegung unter Corona verhielt.

Wir haben uns schließlich lieber für ein Airbnb entschieden – hier waren wir mit allem etwas freier. Den ausführlichen Bericht zu unserem Airbnb, könnt ihr hier nachlesen:

Supermarkts auf Teneriffa

Lidl Spanien/Teneriffa weist mit diesem Schild auf geltende Regeln beim Einkauf unter Corona hin

Prinzipiell lässt sich dazu sagen, dass Einkaufen unter Corona auch nichts anderes auf Teneriffa ist, wie in Deutschland. Bei den verschiedenen Läden, die wir besucht haben, ist uns aufgefallen das vielmehr auf eine Desinfektion der Hände geachtet wird, als in Deutschland. Es kommt uns fast schon so vor, als werden extra Mitarbeiter am Eingang dafür abgestellt, die darauf achten, dass man sich die Hände desinfiziert.

Was uns aber sehr positiv aufgefallen ist, dass sich hier viel mehr an die Maskenpflicht gehalten wird, als in deutschen Supermärkten, wo die Maske doch mal unter die Nase rutscht.

Die Körpertemperatur wurde in einigen Geschäften und Restaurants auch gemessen bevor man eintreten durfte. Das ist aber wirklich nur eine kleine Minderheit und stellt nicht die Regel dar.

Allgemeiner Eindruck zu der Corona Pandemie auf Teneriffa

Hochsaison auf Teneriffa – Sommerferien – trotzdem ist Teneriffa so leer wie ich es nie zu erwarten geglaubt hätte. Als ich ins Flugzeug gestiegen bin, dachte ich noch, es wird trotzdem relativ voll auf der Insel werden. Im Flugzeug erahnte ich dann schon, dass es dieses Jahr nicht so sein wird… Die Stewardess berichtete mir, dass kaum Deutsche auf der Insel sind und normalerweise auch extrem viele Rentner aus Deutschland hier sein würden – diese aber gerade alle fehlen und die Insel meiden.

Gut, ich kann verstehen, dass es viele Menschen gibt, die während einer globalen Pandemie nicht reisen wollen. Da habe ich vollstes Verständnis. Dennoch ist es an der Zeit, sich anzusehen, was das alles mit unseren geliebten Reisezielen macht:

In den sonst so touristischen Gegenden sind schätzungsweise 80-90% aller Hotels geschlossen. Teilweise scheinen richtige Viertel komplett leer zu stehen und es macht schon einen leichten Eindruck nach einer Geisterstadt. Es ist wirklich unwirklich die Insel so zu sehen.

Restaurants sind die meisten auch direkt geschlossen geblieben und hier stellt sich wirklich die Frage, wie viele jemals wieder öffnen werden?

Wenn viele Restaurants geschlossen sind oder ihre Öffnungszeiten extrem eingeschränkt haben, weiß Google nicht sofort davon etwas. Stellt euch also darauf ein, dass eventuell viele Restaurants geschlossen sein werden. Ihr müsst ein gewisses Maß an Spontanität mitbringen und euch dann für alternative Restaurants entscheiden. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an geöffneten Restaurants, sodass man schnell eine Alternative finden sollte. In den Restaurants werdet ihr dann mit aller Höflichkeit empfangen und die Gastronomen sind sehr froh, euch als Gäste begrüßen zu dürfen. Wir haben auch etwas mehr Trinkgeld dort gelassen als sonst.

Die Menschen scheinen sich alle viel konsequenter an die Regeln zu halten und versuchen das Beste aus der Situation zu machen.


Mich würde natürlich sehr stark eure Meinung zum Thema Reisen während der Corona Pandemie interessieren:

Wie steht ihr dem Thema aktuell Reisen gegenüber? Seid ihr während der Pandemie schon irgendwohin verreist? Würdet ihr es nun in Betracht ziehen?

Und natürlich freue ich mich auch auf weitere Fragen zu Teneriffa, die in diesem Beitrag unbeantwortet geblieben sind. Ich werde versuchen, euch alle Fragen beantworten zu können.

Noch mehr Teneriffa Eindrücke findet ihr auf meinem Instagram Account und ich freue mich sehr, wenn ihr auch dort vorbeischaut:

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Trotz Corona nach Teneriffa? Das erwartet dich auf Teneriffa während der aktuellen Corona Pandemie
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Trotz Corona nach Teneriffa? Das erwartet dich auf Teneriffa während der aktuellen Corona Pandemie
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Ihr überlegt, ob ihr trotz Corona nach Teneriffa reisen könnt? Habt vielleicht noch Bedenken oder Zweifel - dieser Beitrag bringt Licht ins Dunkle und berichtet von meinen Erfahrungen Anfang August auf Teneriffa. Was hat mich positiv überrascht? Was sind negative Aspekte und was sind meine Tipps an euch?
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NocheDeVerano

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